Liebe Besucherin, lieber Besucher, liebe Leserin und lieber Leser! 
Ich bin sicher, Sie haben sich für Ihr Leben einen Partner ausgewählt,
weil Sie glücklich sein möchten. Oder Sie haben sich bewusst dagegen
entschieden, weil Sie den Schmerz oder die Verletzungen, die Ihnen in
einer früheren Partnerschaft „zuteil“ wurden, nie mehr erleben möchten.
Aber warum enden die Beziehungen zu unseren Lieben oft im Streit, in
Konflikten, in verbaler oder körperlicher Gewalt? Was ist aus dem Wunsch,
dem Anderen Gutes zu tun und mit ihm gemeinsam friedvolle Lebenswege zu gehen, geworden?
Nicht selten kommen bei den Treffen der Selbsthilfegruppen in unserer
Einrichtung diese Fragen auf den Tisch. Warum ist es so schwierig zu
bekommen, was eine Beziehung erfüllen soll? Oft zeigt es sich, dass
scheinbar längst bewältigte Gefühle in einem engen Zusammenhang zur
Krankheit oder zur Sucht stehen.
Häufig thematisiert wird in den Gruppen „Trennung“, „Angst“ oder
„Depression“ die Einsicht, dass problematische Beziehungen auf Dauer
regelrecht krank machen können.
Warum ist es so schwierig, dem Anderen zu vergeben? Diese Frage hat
jetzt Menschen in unsere Kontaktstelle geführt, die sich dem Thema „Vergebung“ in einer Selbsthilfegruppe stellen wollen.
Rüstzeug, um unsere Beziehung zu Anderen zu verändern, kann man
sich in verschiedenen Gruppen bei uns holen oder bei Veranstaltungen
wie „Gewaltfreie Kommunikation“. Das ist eine Methode, die dabei hilft,
Schluss zu machen mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen, Bestrafungen
oder Schmeicheleien – ohne schwierige Therapie, ohne in Konflikten zu
wühlen, denn wir alle wünschen uns eine respektvolle, anerkennende
und verständnisvolle Kommunikation.
Ja, das vorliegende Jahresprogramm enthält Handwerkszeug für jeden,
der in seinem Leben etwas verändern will. Nur Mut, Sie haben nichts zu
verlieren, können aber eine Menge hinzu gewinnen.
Ramona Klein
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